Schloss Gadebusch lädt sehr langsam

Auf dem Weg zu einem Ort der Kultur und Bildung

Zukunft Schloss Gadebusch

Das Schloss Gadebusch, Kulturdenkmal nationaler Bedeutung, ist seit 2017 im Besitz der Stadt Gadebusch und wird von der Kommune in Kooperation mit dem Förderverein Renaissanceschloss und Museum Gadebusch e.V. sowie der kultursegel gGmbH zu einem Ort der Kultur und Bildung entwickelt und sukzessive saniert.

Neben einer öffentlichen, lokal verankerten inhaltlichen Ausrichtung soll der Ort als landesweit wirkende Akademie der musikalisch-kulturellen Bildung fungieren, welche in Mecklenburg-Vorpommern als letztem Flächenland in Deutschland noch nicht existiert.








Akteure

Die Stadt Gadebusch hat als Eigentümerin und Bauherrin des Schlosses kultursegel das Mandat erteilt, die weiterführende Konzeptentwicklung der „Kultur- und Bildungsstätte Schloss Gadebusch“ auszuarbeiten und damit die Grundlage eines langfristigen und nachhaltigen Betriebs der Schlossanlage zu ermöglichen. Dieser Prozess mündet im Sommer 2020 in einem vorläufigen Nutzungs- und Betriebskonzept, das in einem zweiten Schritt vertieft und validiert werden soll. Der Förderverein begleitet diesen Prozess unterstützend.







Konzept und Funktionen

Unter dem Dach der „Kultur- und Bildungsstätte Schloss Gadebusch“ sollen eine Akademie der musikalisch-kulturellen Bildung als Ort für Fort- und Weiterbildungen sowie Probenphasen, ein Museum, ein Schlosscafé, eine Herberge, weitere Räumlichkeiten wie der Renaissance-Saal für Veranstaltungen und Ausstellungen sowie die Außenfläche für Konzerte, Feste und Märkte entstehen.







Veranstaltungen

Seit dem Erwerb des Schlosses haben die Stadt sowie der Förderverein erfolgreich zahlreiche Veranstaltungen auf dem Schlossberg realisiert. So fanden unter anderem Feste, Märkte und Konzerte statt, die von sehr vielen BürgerInnen besucht wurden.
Zudem gab es Arbeitseinsätze und Info-Veranstaltungen zur Schlossentwicklung.

Pressemitteilung zur Infoveranstaltung zur Konzeptentwicklung am 13.11.2019

Einen gesamten Überblick über die zahlreichen Aktivitäten finden Sie auf der Website des Fördervereins.





Stand der Sanierung

Die Genehmigungsplanung für alle Gebäude ist erfolgt und die Bauanträge wurden eingereicht. Von Seiten der Stadt werden für die umfangreiche und mehrjährige Sanierung Förderanträge gestellt. Es ist geplant, im Jahr 2020 die West- und Südfassade des Schlosses sowie die Terrazzo-Brüstungsplatten im Aula-Gebäude zu sanieren.




Die Konzeptentwicklung der “Kultur- und Bildungsstätte Schloss Gadebusch” wird gefördert durch:





Der Landesmusikrat Mecklenburg-Vorpommern befürwortet die Initiative zur Gründung einer Kultur- und Musikakademie in Mecklenburg-Vorpommern außerordentlich. Als musikalischer Dachverband würden wir diesen Ort als Landesmusikakademie wie z.B. für die Probenphasen der Landesjugendensembles nutzen und möchten den Bedarf an eine solche Bildungs- und Begegnungsstätte mit Nachdruck äußern. Wir sehen in dieser Akademie eine bisher fehlende zentrale Anlaufstelle, die über alle Landesteile hinweg wirkungsvolle Synergien zwischen den Kultur- und Bildungsakteuren erzeugen würde.
Prof. Dagmar Gatz
Präsidentin des Landesmusikrats Mecklenburg-Vorpommern

Prof. Höppner über Kultursegel

Die Musikbildungsstätten sind bundesweit zentrale und nicht mehr wegzudenkende Ankerpunkte sowie Multiplikatoren in der Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Sie pflegen durch ein vielfältiges auf die Region abgestimmtes Angebot die Kulturelle Vielfalt und entwickeln diese in einem gesellschaftlichen Dialog weiter.
Für das Land Mecklenburg-Vorpommern betrachte ich diese Initiative als einen Glücksfall für die Weiterentwicklung einer lebendigen Bildungs- und Kulturlandschaft.
Prof. Christian Höppner
Generalsekretär des Deutschen Musikrates


In einer von globalen Erschütterungen aufgewühlten Gesellschaft gewinnt die völkerverbindende und alle Sprachbarrieren überwindende Kraft der Musik eine immer größere kulturelle Bedeutung. Um der Begegnung mit ihr Raum zu geben, braucht es magische Orte, an denen Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, einzigartige kulturelle Erlebnisse erfahren können. Genau solch ein Ort soll in Form einer Kultur- und Musikakademie in Mecklenburg-Vorpommern dank der Initiative junger Rückkehrer entstehen, wozu ich nur ermutigen kann.
Dr. Matthias von Hülsen
Kinderarzt, ehem. Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und Gesamtleiter von Krzyzowa-Music

U. Wüster

Die Jeunesses Musicales Deutschland unterstützt die Initiative zur Gründung einer bisher fehlenden Kultur- und Musikakademie für das Land Mecklenburg-Vorpommern. Wir führen selbst mit großem Erfolg eine Musikakademie auf Schloss Weikersheim in Württemberg, die jährlich weit über 30.000 Übernachtungen verzeichnet und in Zukunft mit der neuen TauberPhilharmonie weitere ideale Proben- und Konzertmöglichkeiten bekommt. Die hohe Attraktivität und steigende Auslastung von solchen Akademien erklärt sich daraus, dass Kultur- und Musikschaffende für Kurse, Fortbildungen und Projekte Orte suchen, die Konzentration und Inspiration bieten sowie die spezifischen Voraussetzungen für eine musikalisch-kulturelle Arbeit zur Verfügung stellen.
Dr. Ulrich Wüster
Generalsekretär Jeunesses Musicales Deutschland


Wir begrüßen es aus Sicht des Verbands der Bundes- und Landesmusikakademien in Deutschland, wenn auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Landesmusikakademie aufgebaut würde. Eine zentrale Bildungsstätte im Land fördert das Musizieren des Nachwuchses und die Qualitätsentwicklung gerade im Ensemble- und Orchesterbereich in höchstem Maße. Fortbildungen für alle Bereiche des Musiklebens gibt es darüber hinaus in der Regel in dieser Breite nur an Landesmusikakademien. Als Besonderheit ist das Potenzial zur Vernetzung der Musikszene im Land hervorzuheben, woraus sich eine Quelle ständiger Innovationen für das Musikleben bildet. Die meisten Akademien sind so stark nachgefragt, dass Buchungen für probende Ensembles oft mindestens ein Jahr im Voraus stattfinden müssen. Insofern würden wir uns freuen, wenn auch im Nordosten Deutschlands eine entsprechende Einrichtung dieser hohen Nachfrage nachkommen könnte.
Antje Valentin
Direktorin der Landesmusikakademie Nordrhein-Westfalen,
Sprecherin des Verbands der Bundes- und Landesmusikakademien in Deutschland

Clemens Seemann, junge norddeutsche Philharmonie

Da Musik stets mehr ist als die Summe der einzelnen Musiker, sind die äußeren Rahmenbedingungen stets mitentscheidend für das Gelingen musikalischer Spitzenleistungen und diese sind wiederum häufig untrennbar mit dem Ort ihrer Entstehung verbunden. Die geplante Kultur- und Musikakademie ist somit ein in MV einzigartiges Zentrum der Kultur, mit dessen Potenzial sich die jnp gerne verknüpfen möchte.
Clemens Seemann
Vorsitzender des Gründungsvorstands der jungen norddeutschen philharmonie

Dr. Markus Fein

Ich begrüße die Initiative zur Realisierung einer Kultur- und Musikakademie in Mecklenburg-Vorpommern als einen gemeinsamen Treffpunkt der Kultur- und Bildungsakteure des Landes. Ein solcher Ort könnte der reichen Musikkultur des Landes viele Impulse geben und ein interessantes Forum für künstlerischen Austausch, Lernen, Musizieren und Zuhören bilden.
Dr. Markus Fein
Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern